Blasenentzündung bei Hund und Katze


Unter einer schmerzhaften Blasenentzündung (Zystitis)
können auch Hunde und Katzen leiden.

Die entzündliche Erkrankung wird auch als Harnwegsinfekt bezeichnet, denn zumeist ist nicht nur die Blase, sondern auch die Harnröhre betroffen. Bei der Entstehung spielen mehrere mögliche Faktoren eine Rolle!


Zumeist verursachen Bakterien (seltener Viren, Pilze und Parasiten), eine Infektion der Harnwege. Aufgrund der kürzeren Harnröhre sind weibliche Tiere häufiger betroffen. Begünstigend wirken sich Kälte und Nässe, sowie mangelhafte Hygiene aus. Auch Tiere deren Immunsystem geschwächt oder nicht ausreichend entwickelt ist, sind gefährdet.

Tierarztpraxis d'Orazio Blasenentzündung HundAllerdings können ebenso strukturelle Veränderungen der Harnblase oder Harnröhre zur Zystitis führen, sowie Harnsteine/-sand oder chronische Erkrankungen wie Diabetes. Ein weiterer begünstigender Faktor ist Stress. Bei der Katze stellt die Feline Idiopathische Cystits eine Sonderform der Blasenentzündung dar. In diesem Fall gehört zur medizinischen Therapie auch Futter- und  Stressmanagement.

Zu den Symptomen zählen häufiges Harn absetzen, oftmals in geringen Mengen oder tröpfchenweise. Die Tiere pressen beim Wasserlassen und haben sichtlich und hörbar Schmerzen. Auch das Urinieren an Stellen, an denen sie das sonst nicht tun würden, sowie Blut im Harn können auf eine Blasenentzündung hinweisen.

Zur Diagnosefindung ist die Beschreibung der Symptome des Haustieres durch den Besitzer hilfreich und wichtig. Nach einer gründlichen klinischen Untersuchung ist eine Blutuntersuchung ratsam. Diese gibt zum Beispiel Aufschluss zu den Entzündungswerten. Auch die Nierenwerte werden bei Verdacht auf Zystitis kontrolliert.

Durch einen Harnstreifentest können über aufgefangenen, frischen Urin (Spontanurin) Werte wie pH-Wert, Nitrit, Blutzellen, Protein und Glucose ermittelt werden. Klarheit, Farbe und Geruch liefern ebenso Hinweise.

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Im Zuge einer Ultraschalluntersuchung kann steriler Harn aus der Harnblase durch Punktion entnommen werden. Steriler Harn ist notwendig, um eine bakteriologische Untersuchung durchzuführen und ein Antibiogramm zu erstellen. Dies ist wichtig, um die richtige antibiotische Behandlung bei bakteriell bedingter Infektion anzuwenden.

Die zytologische Untersuchung inklusive Sedimentbestimmung und der Untersuchung der Harndichte ist eine ergänzende diagnostische Möglichkeit.

Bei Harnsteinen (gut erkennbar mittels Ultraschalluntersuchung) ist eine operative Behandlung oftmals unumgänglich. Um die Neubildung der gefährlichen Steine zu verhindern ist eine längerfristige Fütterungsumstellung auf ein spezielles Diätfuttermittel notwendig.

Blasenentzündungen bei Hunden und Katzen sind in der Regel gut therapierbar. Ein rascher Therapieerfolg ist nur durch die richtige Diagnose und die individuelle Behandlung gewährleistet.

Eine notwendige Therapie muss zu Hause vom Besitzer oftmals selbst fortgeführt werden – in unserer tierärztlichen Hausapotheke führen wir alle notwendigen Medikamente, Heilbehelfe (wie zum Beispiel spezielles Katzenstreu mit Indikator), sowie Diätfuttermittel.


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